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Der Stadtteil Schlaatz wird in den kommenden Jahren nachhaltig weiterentwickelt Die Bündnispartner für den Schlaatz von der Landeshauptstadt, der Pro Potsdam, der pbg, der Wohnungsgenossenschaft Karl Marx und der Genossenschaft 1956. Foto Landeshauptstadt Potsdam/ Jan Brunzlow Die Kooperationsvereinbarung „Bündnis Am Schlaatz“ wurde in enger Abstimmung zwischen Stadt und den Am Schlaatz ansässigen sozialen Wohnungsunternehmen des Arbeitskreis Stadtspuren erarbeitet. Sie regelt die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Wohnungsunternehmen, denen zusammen etwa 85 Prozent des Wohnungsbestandes gehören, bei der integrierten Weiterentwicklung des Stadtteils Am Schlaatz bis 2030. Das Bündnis umfasst gemeinsame Ziele und Handlungsfelder sowie Strukturen für die Koordinierung des Entwicklungsprozesses als auch für die Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Vereinbarung ist von Oberbürgermeister Mike Schubert, den Vorständen der Genossenschaft „Karl Marx“ Potsdam, der Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956, der Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft pbg, dem kommunalen Wohnungsunternehmen Pro Potsdam und dem Arbeitskreises Stadtspuren unterzeichnet worden. „Wir freuen uns, ein in dieser Form in Brandenburg einzigartiges Bündnis zwischen Stadt und Wohnungsunternehmen beziehungsweise Wohnungsgenossenschaften heute unterzeichnen zu können. Die Vereinbarung zeigt, wie wichtig es für beide Seiten ist, für und mit den Bewohnerinnen und Bewohner langfristig einen lebenswerten Stadtteil für alle zu gestalten. Die nachhaltige Weiterentwicklung des Stadtteils zur Verbesserung der Lebensbedingungen muss und wird sozialverträglich erfolgen“, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert. Den Rahmen hierfür bildet ein im nächsten Jahr zu erarbeitender Masterplan „Schlaatz_2030“. Die Wohnungsunternehmen und die Stadt stellen hierfür jeweils 100.000 Euro bereit. Für die Umsetzung werden u.a. Fördermittel aus dem Bund-Länder Programm Soziale Stadt beantragt. Über das dafür erstellte „Integrierte Entwicklungskonzept Am Schlaatz“ werden die Potsdamer Stadtverordneten im Dezember entscheiden. „Am Schlaatz wollen wir die öffentlichen und privaten Natur- und Freiräume weiterentwickeln, ein integriertes Mobilitäts-, Energie- und Klimaschutzkonzept erarbeiten, die Bildungs-, Freizeit- und soziale Infrastruktur qualifizieren. Darüber hinaus streben wir eine stärkere Nutzungsmischung zur Schaffung neuer Arbeitsmöglichkeiten im Quartier an“, sagt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt. Unter Einbeziehung der vor Ort bestehenden Gremien und Initiativen der Stadtteilarbeit wird ein Beteiligungskonzept erarbeitet. Noch in diesem Jahr sollen zudem gemeinsame Maßnahmen zur Verbesserung der Ordnung und Sauberkeit im Stadtteil vorbereitet werden. Der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ Potsdam, Bodo Jablonowski, sagt: „Seit dem Jahr 2000 haben die Genossenschaften ihre mehr als 2000 Wohnungen im Schlaatz modernisiert und saniert, teilweise sogar umgebaut. Die Wohnungsgenossenschaft ‚Karl Marx‘ Potsdam ist stolz darauf, dass wir allen unseren Schlaatzer Mitgliedern moderne Wohnungen mit zeitgemäßer Ausstattung zu einem angemessenen Preis anbieten können. Der Schlaatz ist für uns ein wichtiger Standort, der viele Potentiale besitzt und eine positive Entwicklungsperspektive hat.“ Auch Matthias Pludra, Vorstand der Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956, unterstützt das Bündnis Am Schlaatz: „Es ist in den letzten zwei Jahren gelungen, einen breiten Kreis von Akteuren im Schlaatz in Gespräche über die zukünftige Entwicklung des Stadtteils einzubinden. Wir werden uns dafür einsetzen, dass sich dieser breite Dialog fortsetzt und ein dauerhafter wird. Ich wünsche mir, dass es gelingt, auch die praktischen Anstrengungen aller Akteure zu bündeln und auf gemeinsames Ziel zu fokussieren.“ Jörn Michael Westphal, Geschäftsführer der kommunalen ProPotsdam GmbH, sagt zum Bündnis: „Wir freuen uns, dass mit der heutigen Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung die Grundlage dafür gelegt wird, dass der Schlaatz in den nächsten Jahren zu einem zukunftsorientierten und modernen Quartier weiterentwickelt werden kann. Die Sanierung unseres dortigen Bestandes von rund 2500 Wohnungen mit Investitionen in Höhe von etwa 190 Millionen Euro beginnt bereits im kommenden Jahr und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den wir gemeinsam mit der Landeshauptstadt und den Potsdamer Genossenschaften im Schlaatz beschreiten.“ Marcus Korschow, Vorstand der Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft: „Mit dem heute vereinbarten Bündnis machen die Wohnungsunternehmen und die Landeshauptstadt deutlich, dass der Schlaatz für uns alle ein zukunftsträchtiger Stadtteil ist. Wir freuen uns über dieses Bekenntnis und werden uns nun dafür einsetzen, dass wir schnell zu praktischen Schritten der Umsetzung der Vereinbarung kommen.“ Bereits im Oktober 2017 kooperierten Stadt und Wohnungsunternehmen bei der Ausrichtung einer Visionenwerkstatt Am Schlaatz. In mehreren Workshops wurden seitdem gemeinsam mit den Akteuren im Stadtteil Ziele und Maßnahmen erarbeiteten. Die hierbei entstandenen Zielbilder für die Weiterentwicklung des Schlaatz wurden den Bewohnerinnen und Bewohner öffentlich vorgestellten. Die Inhalte des Bündnisses beruhen auf diesen Ergebnissen und zielen auf die Fortsetzung der Beteiligung von Akteuren und die Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort ab.

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News veröffentlicht am 07.11.2019

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