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Berlin und Potsdam konkretisieren Zusammenarbeit Eingangsbereich ehemalige Kaserne Krampnitz Grafik: Müller Reimann Architekten/Entwicklungsträger Potsdam GmbH Die vorliegenden Bevölkerungsprognosen gehen von einem deutlichen Wachstum im Planungsbereich Berlin-Spandau und Landeshauptstadt Potsdam aus. Dabei sind die vorhandenen Verkehrstrassen bereits heute, gerade in der Hauptverkehrszeit, von einem hohen Verkehrsaufkommen betroffen. Verflechtungen im Pendlerverkehr bestehen dabei sowohl in Richtung Berlin-Spandau als auch in Richtung Potsdam, wobei die Bundesstraße 2 zwischen der Heerstraße in Berlin und dem Potsdamer Zentrum einen besonderen Schwerpunkt bildet. Mit der Verabschiedung des Masterplans Krampnitz durch die Stadtverordnetenversammlung Potsdam im Jahr 2019 stehen die Landeshauptstadt Potsdam und das Bezirksamt Spandau in einem intensivierten Austausch zu verkehrlichen Fragen, sowohl auf Fach- als auch auf Führungsebene. In einem Gespräch haben sich jetzt Hartmut Reupke, Abteilungsleiter Verkehr in der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, der Spandauer Bezirksstadtrat Frank Bewig und der Potsdamer Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, Bernd Rubelt, darauf verständigt, dass die Aufgabe der zukünftigen Verkehrsabwicklung mit gemeinsamen gebietsübergreifenden Maßnahmen und Planungen erfolgen soll. „Um das prognostizierte Wachstum in der Region auch verkehrlich abwickeln zu können, ist jetzt eine Orientierung auf den Umweltverbund notwendig. Vorrangig kommt hierbei insbesondere die Weiterentwicklung des ÖPNV in Frage. Zusammen mit dem Ziel, die Radverkehrsinfrastruktur auszubauen, sollen gemeinsame Maßnahmen entwickelt werden, die attraktive Alternativen im Verkehrskorridor Berlin-Spandau - Landeshauptstadt Potsdam darstellen“, sagt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt. Bezirksstadtrat Bewig führt darüber hinaus aus: „Es besteht Einigkeit darüber, dass der begonnene Weg der Zusammenarbeit als lang angelegter Prozess zu verstehen ist, der sich über viele Jahre erstreckt. Insofern ist es auch notwendig, sich regelmäßig über den Fortschritt einzelner Entwicklungen auszutauschen. Dies gilt neben der Entwicklung von Krampnitz auch für alle weiteren Maßnahmen innerhalb des Verkehrsraums.“ Im Zuge der Entwicklung des ehemaligen Kasernenstandorts Krampnitz mit 10 000 zusätzlichen Einwohnern im Norden Potsdams hat Potsdam auch die zu erwartenden Auswirkungen auf die Verkehrsabwicklung ermittelt. Sie bilden die Grundlage für weitere Betrachtungen und die Erarbeitung von möglichen Maßnahmen entlang der B2. Bereits im Bestand wird deutlich, dass gerade die größeren Knotenpunkte entlang der Verkehrsachse zu Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit führen. Während einzelne Kreuzungen außerhalb der besiedelten Gebiete durch bauliche Anpassungen weiter optimiert werden könnten, kann gerade in den innenstadtnahen Bereichen nur eine spürbare Verlagerung von Verkehrsanteilen auf den sogenannten Umweltverbund zu einer Entlastung führen. So wurde unter anderem deutlich, dass der Knotenpunkt B 2 - Potsdamer Chaussee/Ritterfelddamm durch einen Ausbau in der Leistungsfähigkeit verbessert werden kann, wobei auch eine Anbindung der nördlich gelegenen Waldsiedlung umgesetzt werden könnte. Der Umbau zu einem Kreisverkehr wird dagegen nicht weiter favorisiert, da dieser nicht die zukünftig notwendige Verkehrsabwicklung gewährleisten kann.

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News veröffentlicht am 09.03.2020

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