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Equal Pay Day rückt Wert und Wertschätzung der Arbeit in den Mittelpunkt„Faire Löhne bringen Vorteile für Frauen, Männer und Unternehmen“, sagt die städtische Gleichstellungsbeauftragte Martina Trauth anlässlich des heutigen Equal Pay Day. Das Datum markiert symbolisch den Tag im Jahr, bis zu dem Frauen arbeiten müssen, um den Verdienst von Männern im vorangegangenen Kalenderjahr zu erreichen. Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern hat sich in elf Jahren von 23 Prozent auf lediglich 21 Prozent verringert, ein denkbar schlechter Wert. „Ich möchte darauf hinweisen, dass sich noch nicht mal im Schneckentempo etwas verändert“, sagt Martina Trauth. Die Problematik betreffe die Hälfte der Gesellschaft. Bei der Bezahlung von Frauen hinkt Deutschland immer noch hinterher: In einem Ranking der EU-Länder belegt die Bundesrepublik nur Platz 26 von 28. Der heutige Equal Pay Day am 18. März rückt den Wert und die Wertschätzung der Arbeit in den Mittelpunkt. Eine neue Methode bietet die Möglichkeit unterschiedliche Berufe geschlechtsneutral zu bewerten. Grundlage hierzu ist der so genannten Comparable Worth Index (CWI). Dieser vergleicht Anforderungen und Belastungen in den einzelnen Berufszweigen und bildet den Einfluss des Geschlechts auf die Bezahlung ab. So können „frauentypische Berufe“, wie der der Altenpflegerin mit „männertypischen Berufen“, wie dem eines Elektromonteurs verglichen werden. Der durchschnittliche Lohn einer Altenpflegerin beträgt 2.293 € während ein Elektromonteur 2.633 € (www.lohnspiegel.de) erhält. Wie Arbeit wertgeschätzt wird, spiegelt sich auch und gerade im Gehalt wieder, doch wer bestimmt eigentlich, was wer verdient? Wie hängen die Wertschätzung ganzer Berufsgruppen und das Thema Lohngerechtigkeit zusammen? Woher rühren die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Bezahlung? Seit Januar 2018 sind Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten durch das Entgelttransparenzgesetz verpflichtet, ihre Gehaltslisten offenzulegen. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, allerdings müssen Verstöße gegen geschlechtsspezifische Lohndiskriminierung auch geahndet werden, sonst bleibt das Gesetz ein zahnloser Tiger. In Schweden und den USA ist es schon lange für ALLE möglich, die Gehaltslisten einzusehen, um die Löhne von Frauen und Männern bei gleichwertiger Arbeit zu vergleichen. „Lohntransparenz ist ein Schritt auf dem Weg zur tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter. Und gerade in Zeiten des Fachkräftemangels punkten Unternehmen, von denen Frauen wissen, dass sie nicht wegen ihres Geschlechtes schlechter bezahlt werden“, sagt Gleichstellungsbeauftragte Martina Trauth.

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News veröffentlicht am 18.03.2019

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