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Statusbericht zur wirtschaftlichen Entwicklung des Regionalen Wachstumskerns Potsdam Statusbericht 2018 Regionaler Wachstumskerns Potsdam Auf den einzelnen Tag heruntergebrochen sieht Potsdams wirtschaftliche Dynamik etwa so aus: Jeden Tag melden sich ca. vier neue Gewerbebetriebe an, täglich beendet im Schnitt ein Potsdamer seine Arbeitslosigkeit, indem er in eine Selbständigkeit startet und es entstehen acht neue Arbeitsplätze, die mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigen besetzt werden. „Der Jahresbeginn ist ein guter Zeitpunkt, derartige Ergebnisse zu bilanzieren“, so Oberbürgermeister Mike Schubert, der heute im Hauptausschuss den Statusbericht zur wirtschaftlichen Entwicklung Potsdams mit Stand November 2018 vorstellt. „Dieser Bericht ist ein Schaufenster der beeindruckenden wirtschaftlichen Entwicklung in der Landeshauptstadt“, führt Schubert weiter aus. Zu sehen ist, dass der Wirtschaftsstandort Potsdam nach der Neuausrichtung der Förderpolitik in Brandenburg ab 2005 auf breiter Front zunehmend an Stärke gewonnen hat. Wirtschaftsleistung, Investitionen und Beschäftigungsentwicklung belegen dies eindrucksvoll. So konnte Potsdam bei der jährlichen Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2006 um 38 Prozent zulegen (Stand 2015). Zudem standen nach der Wiedervereinigung in Potsdam noch nie so viele Menschen in Lohn und Brot. Ein dringender werdendes Problem auf dem Arbeitsmarkt der Landeshauptstadt ist heute daher eher die im Jahresvergleich stark angestiegene Zahl offener Stellen. Insgesamt sind in den vergangenen Jahren ein Beschäftigungsplus von knapp einem Viertel bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (2006 bis 2016) und seit 2006 nahezu eine Halbierung der jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenquote (Stand 2017) zu verzeichnen. Bemerkenswert dabei ist, dass trotz des boomenden Arbeitsmarktes viele Menschen den Sprung in die Selbständigkeit gewagt haben, so dass am Ende auch die Zahl der gemeldeten Gewerbebetriebe zwischen 2006 und 2016 um knapp ein Viertel wachsen konnte. Unverändert stark ausgeprägt sind Potsdams Verflechtungen in der Arbeitsmarktregion. Abzulesen ist das an den Pendlerzahlen, die weiter gestiegen sind. Jeden Tag pendeln insgesamt 82.919 Beschäftigte, wobei Potsdams Pendlerbilanz positiv ist. Saldiert man die Ein- und Auspendlerzahl verzeichnet Potsdam ein Einpendlerplus von 16.231 Personen. So erfreulich diese Entwicklungen sind, sie haben unweigerlich zur Folge, dass Potsdam geradezu aus seiner Infrastruktur „herauswächst“. Deshalb ist es notwendig, die wirtschaftsnahe Infrastruktur an die Erfordernisse einer wachsenden Stadt anzupassen. Nur so sind die Funktionalität, die Attraktivität und die Lebensfähigkeit der Landeshauptstadt langfristig zu gewährleisten. Dies erfordert einen langen Atem, große Anstrengungen, sowie Schwerpunktsetzungen und Kontinuität in der Förder- und Finanzpolitik. Deshalb ist aus Sicht von Oberbürgermeister Schubert „die Strategie ‚Stärken zu stärken‘ eine wichtige politische Antwort auf derartige Herausforderungen, die nur im engen Schulterschluss mit der Landesregierung zu bewältigen sind, um Potsdams Attraktivität zu erhöhen für Investitionen und für Menschen, die in Brandenburgs Landeshauptstadt arbeiten und leben möchten“.   Hintergrund Die Landeshauptstadt Potsdam zählt zu den 15 Regionalen Wachstumskernen (RWK) im Land Brandenburg. Mit ihren wirtschaftlichen Potenzialen sind diese Agglomerationen für die Entwicklung des gesamten Landes außerordentlich wichtig. RWK haben in verschiedenen Landesförderprogrammen Vorrang und werden auf der Grundlage ihrer Standortentwicklungskonzepte von der Landesregierung gezielt unterstützt. Flankiert wird die regional-räumlich ausgerichtete Förderpolitik Brandenburgs durch eine sektorale Fokussierung auf die Entwicklungen in neun Clusterschwerpunkten und den clusterübergreifenden Querschnittsfeldern „Fachkräfte“, „Innovation“ und Umlandkooperation“. In Potsdam konzentriert sich die Wirtschaftsförderung aktuell auf drei Cluster: IKT / Medien / Kreativwirtschaft, Gesundheitswirtschaft und Tourismus. Am 6. November 2013 hat die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam die vorgelegte „Fortschreibung des Standortentwicklungskonzepts (SEK) für den Regionalen Wachstumskern (RWK) Landeshauptstadt Potsdam“ als strategische Handlungsgrundlage mit einem weiterzuentwickelnden Maßnahmenplan beschlossen. Auf der Grundlage und im Rahmen dieses Strategiekonzepts hat das Land Brandenburg seit 2005 insgesamt 14 prioritäre Maßnahmen beschlossen, die für Potsdam eine erhebliche struktur- und wirtschaftsrelevante Bedeutung haben. Davon befinden sich sieben Vorhaben in der Realisierungsphase während 7 Vorhaben erfolgreich abgeschlossen wurden. Weitere sieben Projekte sind im sog. „Prüfungs- und Konkretisierungsmodus“.

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News veröffentlicht am 09.01.2019

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