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Am 26. März um 18:00 Uhr findet der 2. Klimadialog 2019 in der URANIA Potsdam statt. Diesmal steht das Thema „Licht in der Stadt neu denken“ im Zentrum. Die Kernfragen des Abends lauten: Wie viel Licht brauchen wir eigentlich? Und wie kann man Licht in Städten neu denken? Was tun gegen Lichtverschmutzung? Viele Menschen haben immer weniger Erfahrungen damit, nach Einbruch der Dunkelheit draußen zu sein – und zwar nur unter natürlichen Lichtquellen wie Mond und Sterne. Gleichzeitig wird Deutschland jedes Jahr heller, wodurch die Lichtverschmutzung zunimmt und die CO2-Reduktion erschwert wird. Referent Dr. Christopher Kyba ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen GeoForschungsZentrum in Potsdam und wird über die Lichtveränderung der letzten Jahre berichten. Die momentane Situation stuft er klar als nicht nachhaltig ein, denn die Energieverschwendung durch unnötige Beleuchtung ist enorm. Außerdem bestätigt Kyba ein gesundheitliches Risiko der 24-Stunden-Beleuchtung. Säugetieren – und somit auch dem Menschen – macht der schwindene Melatonin-Aufbau zu schaffen. Ihr Biorhythmus gerät ins Wanken und sie werden anfällig für Stress – und dessen Folgeerkrankungen. Bei Tieren wurden deutliche Veränderungen im Verhalten beobachtet. Ökosysteme und Biodiversität sind gefährdet. Nachtaktive Insekten, Singvögel, Zugvögel, Fledermäuse, Fische – sie alle sind betroffen. Lichtverschmutzung ist die einzige Form von Umweltverschmutzung, die sich problemlos und sofort stoppen ließe – Kyba fordert eine Kehrtwende. Aber wo liegen die wichtigsten Einsparpotenziale? Timing, Intensität und Art der Beleuchtung sind entscheidend. Beleuchtung muss intelligenter eingesetzt werden, nur dahin strahlen, wo sie gebraucht wird und nur dann, wenn sie gebraucht wird. Lichtverluste müssen vermieden und die Himmelsaufhellung verringert werden. Kommen Sie zu uns und informieren Sie sich. Denn der Schutz der Nacht ist eine wichtige Aufgabe, der wir uns stellen müssen. Die Veranstaltung zur Reihe Klimadialog ist eine Kooperation der URANIA Potsdam mit dem BUND Brandenburg, dem Energie Forum Potsdam e.V. und der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Landeshauptstadt Potsdam. Der Eintritt ist frei.

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News veröffentlicht am 14.03.2019

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