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Zwei weitere Menschen in Potsdam gestorben / 454 bestätigte Fälle / Klinikum Ernst von Bergmann kein Covid19-Krankenhaus / Weitere Unterstützung durch externe Fachleute Pressekonferenz zu Corona am 27. März 2020. Foto Landeshauptstadt Potsdam/ Robert Schnabel In Potsdam sind in den vergangenen 24 Stunden zwei Menschen verstorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Dabei handelt es sich um einen 90-jährigen Mann aus Potsdam, der im Klinikum Ernst von Bergmann verstarb und einen 82-jährigen Mann, der im Alexianer St Josefs starb. Die Zahl der in Potsdam verstorbenen Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, ist damit auf 41 gestiegen. 26 von ihnen hatten Potsdam als Wohnort (Stand 13. April, 16 Uhr). Oberbürgermeister Mike Schubert informierte heute in einer Pressekonferenz über die Chronologie zum Umgang der Landeshauptstadt Potsdam mit dem Bericht des Robert-Koch-Institutes und die weiteren Schritte zum Umgang mit der Corona-Entwicklung in der Landeshauptstadt. Am Montag, 6. April 2020, hatte die Landeshauptstadt Potsdam eine Arbeitsfassung des Berichts des Robert-Koch-Institutes erhalten. Seit Mittwoch, 8. April, 13.20 Uhr, liegt eine abschließende Fassung in Form eines offiziellen Schreibens des Robert-Koch-Instituts an das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg vor. Am 7. April haben hat die Landeshauptstadt Potsdam auf der Grundlage der Arbeitsfassung umgehend ordnungsbehördliche Maßnahmen im Rahmen einer Anordnung des Gesundheitsamtes eingeleitet und in der Anordnung auch auf bereits bestehende Anordnungen vom 1. April und 2. April hingewiesen und diese bekräftigt. Ebenfalls am 7. April, also einen Tag nach Erhalt des RKI-Berichtes wurden die Fraktionsvorsitzenden und die Medien durch die Leiterin des Verwaltungsstabes, Brigitte Meier, über eine Ausschreibung informiert, um die Umsetzung der Schlussfolgerungen aus dem RKI-Bericht zu unterstützen. Am 8. April wurde nach einem Gespräch zur Bewertung des aktuellen Ausbruchsgeschehens zwischen der Leiterin des Verwaltungstabs, der Leiterin des Gesundheitsamtes und Oberbürgermeister Mike Schubert die Entscheidung getroffen, das Gesundheitsamt, welches in den letzten Wochen bereits personell verstärkt wurde, weiter personell zu verstärken, um die gestiegenen Zahlen für die Ermittlung und Betreuung von Kontaktpersonen zu bearbeiten. Am 9. April, also einen Tag nach Erhalt des an das Land adressierten Berichtes, wurde durch die Landeshauptstadt ein Gespräch beim Land Brandenburg zur Vorstellung der Maßnahmen und zu Inhalten des RKI-Berichtes erbeten. Das Gespräch fand noch am selben Tag statt. In der Abwägung drei bestehender Varianten wurde einvernehmlich festgelegt, dass die konsequente Umsetzung einer baulichen und organisatorischen Trennung von Personal und Patienten in einen weißen, einen grauen und einen schwarzen Bereich im Klinikum Ernst von Bergmann erfolgen soll. Nicht favorisiert wurden die Verlegung von vorher negativ getesteten Patienten in andere Häuser, um nach einer Reinigung das Haus schrittweise wieder mit Covid-19 freien Stationen ans Netz zu nehmen sowie die Verlegung vorher negativ getesteter Patienten in andere Häuser und gezielte Zuverlegung von Covid-19-Patienten aus dem Land in das EvB. Personelle Aufstockung und externe Unterstützung Das Gesundheitsamt wurde in den vergangenen Wochen mit personellen Ressourcen aus der zentralen Verwaltung der Landeshauptstadt aufgestockt. 30 Mitarbeiter sollen aus der Verwaltung in das Gesundheitsamt versetzt werden, wovon die ersten zehn Mitarbeitenden bereits am Karfreitag ihren Dienst aufgenommen haben. Es wurde außerdem ein Amtshilfeersuchen an das Land gestellt, um eventuell personelle Unterstützung durch die Bundeswehr zu erhalten. Ferner erhält die Leitung des Gesundheitsamtes einen Mitarbeiter zur organisatorischen Unterstützung der administrativen Bewältigung der aktuellen Lage und ab morgen eine weitere Ärztin mit Erfahrung in Stabslagen zur Unterstützung. Zudem wird die Lagearbeit zu Corona im Klinikum Ernst von Bergmann durch externe Fachkompetenz im Gesundheitssektor unterstützt: Ein verkürztes Vergabeverfahren wurde eingeleitet, bei dem die Firma Kienbaum den Zuschlag erhielt. Die Lage im KEvB wird ab sofort in der Form klassischer Stabsarbeit geführt. Die Feuerwehr der Landeshauptstadt Potsdam unterstützt bei der Einrichtung der notwendigen Strukturen im Klinikum. Die Zahl der seit Februar mit dem Coronavirus infizierten Potsdamerinnen und Potsdamer liegt (Stand heute 16 Uhr) bei 454. 860 Menschen befinden sich als Kontaktpersonen ersten Grades in häuslicher Quarantäne. In den Potsdamer Kliniken werden derzeit 127 Menschen stationär behandelt. 83 von ihnen sind im Klinikum Ernst von Bergmann, davon 65 auf der Covid-Normalstation und 18 auf der Intensivstation, davon 13 beatmet. Im Alexanier St Josefs Krankenhaus sind es 44 Patientinnen und Patienten, davon 26 auf der Covid-Normalstation und vier auf der Intensivstation, davon zwei beatmet.

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News veröffentlicht am 13.04.2020

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