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Gestern Abend fand in der Wissenschaftsetage (WIS) des Bildungsforums Potsdam das vierte Treffen „Inklusion im und durch Sport“ statt. Auf Einladung der Initiatoren – Vertreter des Bereichs Sport und des Büros für Chancengleichheit und Vielfalt der Landeshauptstadt Potsdam, der Universität Potsdam, des Stadtsportbunds und des Behindertenbeirates - diskutierten mehr als 25 Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung, von Sportvereinen, Behindertenverbänden und interessierte Potsdamerinnen und Potsdamer darüber, wie eine tragfähige Netzwerkstruktur für den Potsdamer Sport für Menschen mit und ohne Behinderungen aussehen soll. „Inklusion im und durch Sport gelingt besser, wenn viele mitmachen. Daher stellt die regelmäßig Konferenz neben der weiteren Vernetzung, einem vertieften Erfahrungsaustausch auch eine Ideen- und Partnerbörse dar, bei der vielseitige Ideen gefragt sind“, sagt der Leiter des Bereichs Sport der Landeshauptstadt Potsdam, Torsten Gessner. Fragen der Infrastruktur – beispielsweise zu den Kennzeichen inklusiver Sportanlagen –, Best Practice-Beispiele inklusiver Sportgruppen und Organisationsstrukturen für das Netzwerk standen bei dem gestrigen Treffen ebenfalls auf der Agenda. Prof. Dr. Michel Knigge, Experte für Organisationsentwicklung und Inklusion der Universität Potsdam, berichtete über Merkmale gut funktionierender Netzwerke. Dabei stellte er heraus, dass sich in Potsdam bereits ein feinmaschiges Netzwerk zu Inklusion im und durch Sport entwickelt hat. Dieses zeichnet sich durch wichtige Partner an den Knotenpunkten des Netzes und wechselseitigen Informationsfluss auf Augenhöhe aus. „In derartigen vertrauensvollen Strukturen“, so Knigge, „kann gegenseitiges Lernen über Inklusion stattfinden und vorhandene Barrieren abgebaut werden“. Notwendig sei aber auch der gezielte Einsatz von Ressourcen für die Koordination und die Prozessbegleitung mit einer Steuerungsgruppe, um solche Netzwerke nachhaltig gestalten zu können. „Das Netzwerk Inklusion im und durch Sport ist auf einem guten Weg, zu einem weiteren erfolgreichen Beispiel für inklusive Sozialraumentwicklung zu werden.“ Weiterhin wurden in Arbeitsgruppen innovative Ideen entwickelt. Dazu gehörte, wie inklusive Sporthallen jenseits der bestehenden Normen gestaltet werden sollten, um den Zugang und damit die Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen oder auch was die Bedingungen für das Gelingen inklusiver Sportgruppen auszeichnet, die bereits in der Potsdamer Sportlandschaft existieren. Bereits in drei vorangegangenen Veranstaltungen wurden dank eines vielfältigen Teilnehmerkreises, thematischer Referate und in Diskussionsrunden Grundlagen geschaffen, um den Prozess der Inklusion im Sport in der Landeshauptstadt Potsdam weiter voranzubringen. Die Netzwerktreffen bieten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Plattform zum Austausch und Kennenlernen der Organisationen, Vereine und der Verwaltung zum Thema Sport für Menschen mit und ohne Behinderung. Das Netzwerk ist für alle Interessierten offen und soll langfristig den Rahmen bilden, um neue Ideen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit - zum Beispiel durch Kooperationen - zu entwickeln, Probleme anzusprechen sowie Hürden und Hemmungen im Sport (zum Beispiel im Verein) und durch das sportliche Miteinander abzubauen.

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News veröffentlicht am 21.11.2019

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