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Konstruktive Diskussionen bei ersten Veranstaltungen / Abgesagte Termine werden nachgeholt Blick über Potsdam (© Ulf Böttcher) Aufgrund der notwendigen Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, konnten die Planungswerkstätten für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) im Vertiefungsbereich „Potsdam West - Templiner Vorstadt“ am 17. März 2020 und im Bereich „beiderseits der Nuthe“ am 18. März 2020 nicht stattfinden. Beide Veranstaltungen werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Über die bereits stattgefundenen Veranstaltungen gibt die Landeshauptstadt Potsdam einen Überblick: In den beiden dreistündigen Planungswerkstätten zu den Vertiefungsbereichen „Golm – Eiche – Bornim – Bornstedt“ und „Marquardt – Fahrland – Krampnitz“ diskutierten Bürgerinnen und Bürger am 5. und am 6. März in den Arbeitsgruppen Freiraum, Mobilität und Quartier gemeinsam über die Herausforderungen, die Erwartungen und die Entwicklungen bis 2035 in ihrem Stadtbereich. „Ich freue mich, dass so viele Bürgerinnen und Bürger teilgenommen und gemeinsam sehr konstruktiv diskutiert haben - insbesondere, weil es nicht auf den ersten Blick um ganz konkrete Planung vor der eigenen Haustür ging“, sagt Andreas Goetzmann, Leiter des Fachbereiches Stadtplanung und Stadterneuerung. Planungswerkstatt Golm – Eiche – Bornim – Bornstedt In der Grundschule Bornim beteiligten sich am 5. März mehr als 70 Bürgerinnen und Bürger und sprachen über die künftigen Entwicklungen in dem Bereich. Dabei ging es um die Weiterentwicklung des Science Park sowie der Stadtteilfunktion Golms, die integrierte Siedlungserweiterung im gesamten Vertiefungsbereich, die Nutzungsmischung und den Ausbau der sozialen Infrastruktur sowie die Nutzung des Freiraums, insbesondere Katharinenholz und Golmer Luch. In den Diskussionen wurde deutlich, dass der öffentliche Nahverkehr und der nichtmotorisierte Verkehr durch den Ausbau von Wegen, neuen Trassen und Angeboten weiter gefördert werden soll. Die von der Stadt vorgeschlagene Verlängerung der Straßenbahn vom Bornstedter Feld bis nach Golm als Teil des „Bahnring“-Konzeptes wurde ausdrücklich begrüßt, auch wenn dieses erst langfristig umsetzbar ist. Betont wurde daher, dass auch schon kurzfristiger das ÖPNV-Angebot verbessert werden sollte, zum Beispiel durch Busspuren an staugefährdeten Straßen. Neue Sport- und Bewegungsangebote sowie die Erlebbarkeit und Zugänglichkeit standen im Mittelpunkt der Freiraumgestaltung. Dabei wurden Verbindungen ins Golmer Luch, die Wegeverbindungen im Katharinenholz zwischen den Ortsteilen und eine bessere Erschließung besonderer Orte wie der ehemaligen Deponie in Golm oder der ehemaligen Schießanlage im Katharinenholz diskutiert. Die Ausweitung der Angebote solidarischer Landwirtschaft und von Nachbarschaftsgärten wurde ebenfalls vorgeschlagen. Bezahlbarer Wohnraum für Studierende und Familien sei in Zukunft besonders wichtig. Außerdem wünschen sich die Golmer eine Stärkung des zentralen Bereiches rund um den Bahnhof mit mehr Aufenthaltsqualität. Gebäude seien künftig möglichst multifunktional zu errichten, da so flexibel auf eine veränderte Nachfrage reagiert werden kann. Planungswerkstatt Marquardt – Fahrland – Krampnitz Auch in der Planungswerkstatt in der Kulturscheune Marquardt diskutierten mehr als 50 Teilnehmende über die Entwicklungen im Bereich Marquardt – Fahrland – Krampnitz. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die behutsame Weiterentwicklung der Ortsteile, die Integration des neuen Stadtteils Krampnitz, die Verbesserung des Wegenetzes sowie der Ausbau des Bahnhofes Marquardt zur Mobilitätsdrehscheibe. Insbesondere die Zugänglichkeit sowie Erlebbarkeit von Freiräumen und der gleichzeitige Schutz von Natur und Landschaft wurde in der Arbeitsgruppe Freiraum kontrovers diskutiert. Dabei ging es um die Wiedervernässung der Niedermoore als Klimaschutzmaßnahme, gleichzeitig aber auch um die Stärkung der Landwirtschaft. Mehr Bademöglichkeiten und Uferwege wurden gefordert, gleichzeitig wurde aber auch der Naturschutz als wichtig eingestuft. Vor allem die Nutzung des Fahrländer Sees wurde in diesem Zusammenhang diskutiert. Vorhandene Radwege sollen verbessert und neue vorrangig entlang von bereits vorhandenen Wegen gebaut werden, um eine weitere Zerschneidung des Freiraumes zu verhindern. Verbindungen von Fahrland über Satzkorn zum Bahnhof Marquardt sowie von Satzkorn zum gleichnamigen Bahnhof sollen aus Sicht der Teilnehmer für den Radverkehr ausgebaut werden. Zudem sollen Park+Ride-Plätze am Stadtrand Pendler zum Umstieg auf den ÖPNV bewegen. Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich mehr Kulturangebote im Norden sowie eine Siedlungsentwicklung, die Wohnen, Arbeiten und soziale Infrastruktur gleichermaßen berücksichtigt. Weitere Planungswerkstätten und Veranstaltungen Sobald alle Planungswerkstätten stattgefunden haben, werden alle Vertiefungsbereiche und die Ergebnisse der Planungswerkstätten in einem Planungsforum zusammengeführt. Die neuen Termine sowie die Dokumentation der bisherigen Beteiligungsformate werden auf www.potsdam.de/INSEK veröffentlicht.

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News veröffentlicht am 27.03.2020

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