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Freundschaftsinsel ab 6 Uhr gesperrt / 13.000 Bewohner müssen Wohnungen verlassen / Hauptbahnhof, Lange Brücke und Humboldtbrücke gesperrt / Sperrkreis ab 8 Uhr Karte vom Sperrgebiet der Bombenentschärfung am 26. Juni 2020. Foto: Landenshauptstadt Potsdam Am Freitag, 26. Juni, soll eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe englischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Der Blindgänger wurde am Dienstag bei einer systematischen Suche in der Havel nahe der Freundschaftsinsel gefunden und liegt in etwa drei Meter Tiefe im Schlamm der Havel. Die Entschärfung wird von Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg durchgeführt. Die Freundschaftsinsel wird bereits ab 6 Uhr nicht mehr zugänglich sein. In der ersten Phase werden Taucher einen Aluminiumring über der Bombe absenken, damit die Bombe freigelegt und überprüft werden kann. Erst wenn die Art des Zünders und der Zustand der Bombe bekannt sind, kann das Team um Mike Schwitzke entscheiden, ob entschärft werden kann oder gesprengt werden muss. Sollte gesprengt werden müssen, wird über der Fundstelle ein Strohfloß zur Abmilderung der Detonation zum Einsatz kommen, welches am Freitagmorgen vom Technischen Hilfswerk gebaut wird. Um den Fundort wird ein Sperrkreis von rund 800 Metern Radius eingerichtet. Etwa 13.000 Menschen, die innerhalb des Sperrkreises in der Innenstadt und in Zentrum-Ost leben, werden gebeten, ihre Wohnungen bis 8 Uhr zu verlassen. Zudem müssen zahlreiche Museen, mehrere Ministerien, der Landtag, die Staatskanzlei, fünf Kindertagesstätten, ein Hort, das Bildungsforum, drei Seniorenheime, der Hauptbahnhof, die Lange Brücke, die Humboldtbrücke sowie die Feuerwache in der Holzmarktstraße geräumt werden. Die Entschärfungsmaßnahmen werden umfangreiche Sperrungen in der Innenstadt zur Folge haben. Regionalbahnen werden aufgrund der Sperrung des Hauptbahnhofes umgeleitet, die S-Bahn beginnt und endet am S-Bahnhof Babelsberg, der Tram- und Busverkehr wird während der Entschärfung unterbrochen und für Autofahrer gelten weiträumige Umleitungen – unter  anderem werden die Lange Brücke und die Humboldtbrücke gesperrt. Während der Sperrung steht das Soziokulturelle Zentrum Freiland in der Friedrich-Engels-Straße sowie der Treffpunkt Freizeit in der Straße Am Neuen Garten als Aufenthaltsorte für Betroffene zur Verfügung. Auf Grund der aktuell geltenden Umgangsverordnung werden Besucherinnen und Besucher gebeten, Masken zu tragen und sich an Abstands- und Hygienevorschriften zu halten. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenheime werden in drei verschiedene Schulen im Stadtgebiet gebracht und können sich dort aufhalten. Für Autofahrer aus Richtung Süden mit dem Ziel Innenstadt oder nördlich der Havel, bedeuten die Sperrungen im Innenstadtbereich ab 8 Uhr eine weite Umleitung über die Autobahn A10 nach Potsdam-Nord. Die Nuthestraße wird bis zur Abfahrt Horstweg befahrbar sein. Die Leipziger Straße ist ab Templiner Eck gesperrt, der Brauhausberg ist in beiden Richtungen befahrbar und auch die Heinrich-Mann-Allee ist von den Sperrungen nicht betroffen. Autofahrer aus Richtung Norden können die Berliner Straße bis zur Behlertstraße befahren. Die Lange Brücke und die Humboldtbrücke wie auch die Bundeswasserstraße werden während der Evakuierungsmaßnahmen gesperrt. Von den Sperrungen betroffen ist auch der ÖPNV – die Straßenbahnlinien 91, 92, 93, 96 und 98 ab Platz der Einheit in Richtung Süden sowie sämtliche Buslinien ab und vom Hauptbahnhof. Die Straßenbahnen fahren ab 8 Uhr ohne Halt zwischen Platz der Einheit und Friedhofsgasse durch. Sobald der Sperrkreis abgesichert ist und der Sprengmeister mit der Entschärfung beginnt, wird der Verkehr auf den Tramlinien komplett unterbrochen. Sämtliche Busse starten und enden ab 8 Uhr am Platz der Einheit in Richtung Nord und West sowie am Rathaus Babelsberg in südliche und östliche Richtung. Die Vollsperrungen gelten bis zur offiziellen Entwarnung. Einschränkungen gibt es auch im Regionalverkehr und bei der S-Bahn. Der Potsdamer Hauptbahnhof ist ab 8 Uhr komplett gesperrt. Die S-Bahnen in Richtung Berlin starten und enden ab 8 Uhr am S-Bahnhof Babelsberg. Die Regionalbahnen fahren bis zum Start der Entschärfung ohne Halt am Hauptbahnhof durch Potsdam. Ab dem Zeitpunkt der Entschärfung bis zur Entwarnung werden die Regionalzüge über Golm und Spandau umgeleitet. Reisenden wird empfohlen, sich frühzeitig zu informieren, um Anschlüsse nicht zu gefährden. Mehr als 400 Helferinnen und Helfer, unter anderem von der Landeshauptstadt Potsdam, der Berufsfeuerwehr, freiwilligen Feuerwehren, Bundespolizei und Polizei sind am Freitag im Einsatz, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern. Informationen rund um die Entschärfung und den Sperrkreis erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt ab Donnerstag, den 25. Juni, von 7 bis 19 Uhr unter der Nummer (0331) 289 1677 sowie die Behördennummer 115. Am Freitag sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits ab 5.30 Uhr erreichbar. Insgesamt ist die gefundene Fliegerbombe der Weltkriegssprengkörper 203 seit 1990 in der Landeshauptstadt. In dieser Statistik werden Fliegerbomben ab 50 Kilogramm erfasst. Unter dem Link https://www.potsdam.de/kampfmittel kann eine adressgenaue Karte zum Sperrkreis eingesehen werden.

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News veröffentlicht am 25.06.2020

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