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Schulentwicklungsplanung, Digitalisierung und Sucht-Prävention auf der Agenda Rathaus Potsdam © Anastasia Hermann Um sich über aktuelle Themen wie Schulentwicklungsplanung, Digitalisierung an Potsdamer Schulen oder Drogenprävention auszutauschen, kamen gestern Abend Vertreter des Kreisschulbeirats, des Kreiselternrats und der Verwaltungsspitze zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. „Ich freue mich über den konstruktiven Dialog, der seit Jahren gepflegt wird und der uns immer wieder ermöglicht, aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen an Potsdamer Schulen direkt mit Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Vertretern der Schülerschaft zu besprechen“, sagte Bürgermeister Burkhard Exner. Neben ihm nahmen die Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel, der Dezernent für die Zentrale Verwaltung, Dieter Jetschmanegg, Schulrat Eckhard Dörnbrack vom Staatlichen Schulamt sowie der stellvertretende Werkleiter des Kommunalen Immobilen Service, Hansjörg Wapenhans, und die Koordinatorin für Kinder- und Jugendinteressen der Landeshauptstadt Potsdam, Stefanie Buhr, an der Sitzung unter Leitung des Sprechers des Kreiselternrates (KER), Markus Kobler, teil. Die Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel informierte die Schulgremien über den aktuellen Stand der Schulentwicklungsplanung: „Erstmals werden wir zum Ende des Jahres eine Integrierte Kita- und Schulentwicklungsplanung vorlegen. Diese wird auf den neuesten Prognosedaten zur Bevölkerungsentwicklung beruhen.“ Als aktuelle Schulbauvorhaben nannte Aubel im Primarbereich den Neubau einer dreizügigen Grundschule in der Heinrich-Mann-Allee (2021/22), die Sanierung des Gebäudes Gutenbergstraße 67 als Filiale der Eisenhardt Grundschule (2021/22), den Neubau von dreizügigen Grundschulen in Babelsberg (2023/24) und Krampnitz (2024/25). In der Waldstadt Süd sind darüber hinaus eine sechszügige Gesamt- und eine dreizügige Förderschule (je 2024/25) geplant. Im neuen Stadtteil Krampnitz sollen weiter entweder ein Schulzentrum – also Gesamtschule mit Primarstufe – oder zwei separate Schulen ab 2029 entstehen. Ein dreizügiges Gymnasium ist für 2026/27 am Schlaatz in Planung. Im Potsdamer Norden werden derzeit Potenzialstandorte für ein weiteres Gymnasium geprüft. „Wir unterstützen ausdrücklich die Überlegungen der Verwaltung, weitere Gymnasien in Potsdam zu errichten, denn es entspricht dem Wunsch, den die Mehrheit der Elternschaft immer wieder äußert“, betont der Vorsitzende des Kreisschulbeirats, Michael Vogt. Derzeit im Bau oder in der Bauplanung befindliche Maßnahmen stellte der stellvertretende Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service, Hansjörg Wapenhans, vor. „Besonders spannend ist die Entwicklung des Sportforums am Schlaatz“, sagt der KER-Sprecher Markus Kobler. Hier läuft derzeit der Architekturwettbewerb, dessen Ergebnisse bis Ende des Monats vorliegen werden. „Wir erwarten ein großes Interesse an der öffentlichen Präsentation der Ergebnisse, denn dieses Projekt hat nicht nur für den Schulsport, sondern für den ganzen Stadtteil und darüber hinaus eine große Bedeutung“, so Kobler. Rege diskutiert wurde das Thema Digitalisierung an Schulen. Um Mittel aus dem Digitalpakt des Bundes für die Weiterentwicklung der Potsdamer Schulen nutzen zu können, sind bestimmte Voraussetzung der technischen Infrastruktur notwendig. Unterschiedliche Auffassungen gab es hier zur Gewichtung. „Unser Zeitplan sieht vor, dass alle notwendigen Baumaßnahmen rechtzeitig abgeschlossen sind, um allen Schulen die Beschaffung von Technik über den Digitalpakt zu ermöglichen“, erläuterte Dieter Jetschmanegg. Aus dem Fördertopf des Bundes können bis Mai 2024 bis zu 8 Millionen Euro in Schulen der Landeshauptstadt Potsdam fließen; hinzu kommen 1 Million Euro städtische Eigenmittel. „Zusätzlich hat die Landeshauptstadt Potsdam weitere 8 Millionen Euro für die Schul-IT bis 2024 eingeplant“, so Jetschmanegg. „Neben dem Ausbau ist entscheidend, dass bei einer wachsenden Zahl von Endgeräten der IT-Support geleistet werden kann. Hier hat die Landeshauptstadt langfristige Lösungen vorgestellt. Die kurzfristige Absicherung muss aber ebenso gewährleistet sein und darauf werden wir weiter drängen“, sagte Michael Vogt. Über die Präventionsangebote zu Drogen- oder Spielsucht informierte die städtische Koordinatorin für Suchtprävention, Katrin Hayn. Sie warb dabei für eine nachhaltige Verankerung des Themas in allen Potsdamer Schulen. „Angesichts der Tatsache, dass die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit einem riskanten Medien- oder Computerspielkonsum steigt, sind Programme wie ,Reflect‘ zur Stärkung der Medienkompetenz bereits von Grundschülern überaus wichtig. Es ist erfreulich, dass dieses Angebot weiter besteht und dass inzwischen 20 Schulen daran teilnehmen“, so Kobler. „Das ist ein Thema, das in alle Schulen gehört.“    Aspekte des Aktionsplans Kinderfreundliche Kommune stellte Stefanie Buhr vor. Der Plan sieht unter anderem vor, dass Schulhöfe und Sportanlagen auch nach Schulschluss oder in den Ferien den Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stehen. Das Projekt, dass durch die Landeshauptstadt Potsdam finanziert wird, soll mit einem Pilotversuch an der Grundschule im Kirchsteigfeld starten.

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News veröffentlicht am 06.03.2020

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