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Gleichstellungsbeauftragte verteilt Infoblätter mit Hilfsangeboten für Betroffene von häuslicher Gewalt in Potsdamer MietobjektenAufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Pandemie sorgt sich die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Potsdam, Martina Trauth, um Betroffene von häuslicher Gewalt. „Die Ausgangsbeschränkungen bedeuten für alle Familien eine zusätzliche Belastung. Es wird Home-Office durchgeführt, die Kinder müssen zuhause betreut werden, es fehlen soziale Kontakte und vielleicht bestehen auch Existenzängste. All das kann schnell zu Problemen und Konflikten innerhalb der Familie führen. Frauen und Kinder sind hiervon besonders betroffen“, sagt Martina Trauth. „Zudem gibt es kaum Möglichkeiten, kritische Situationen zu verlassen, beispielsweise zu Freundinnen und Freunden zu gehen oder in den Sportverein.“ Die Polizei und das Potsdamer Frauenzentrum verzeichnen derzeit keinen Anstieg bei der Nachfrage nach Beratungen bzw. bei der Menge der Schutzsuchenden. Die Gleichstellungsbeauftragte befürchtet jedoch eine zeitlich verzögerte Zunahme nach der Krise, da die Betroffenen aktuell schwieriger Kontakt zu Anlaufstellen und Zufluchtsstätten aufnehmen können. Die Gleichstellungsbeauftragte appelliert deshalb auch an die Nachbarschaft: „Schauen Sie nicht weg, wenn Sie häusliche Gewalt beobachten. Rufen Sie die Polizei, damit die Betroffenen Hilfe und Unterstützung bekommen.“ Um Betroffene auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen, werden die städtische Wohnungsbaugesellschaft Pro Potsdam und weitere Potsdamer Wohnungsbau Genossenschaften in den kommenden Tagen in allen Hausaufgängen ihrer Mietobjekte Infoblätter mit den wichtigsten Hilfsangeboten aushängen. Die aufgelisteten Hilfsangebote stehen telefonisch, online, kostenfrei und anonym zur Verfügung: Frauenhaus Potsdam, Telefon: 0331 964516 Frauennotwohnung Potsdam, Telefon: 0179 5307598 Beratungsstelle für Frauen und Mädchen Potsdam, werktags, Telefon: 0176 83996268 Bundeshilfetelefon Gewalt gegen Frauen, Online-Beratung in 17 Sprachen, täglich, rund um die Uhr, Telefon: 08000 116 016 Hilfetelefon Sexueller Missbrauch, Montag, Mittwoch, Freitag 9 bis 14 Uhr, Dienstag und Donnerstag 15 bis 20 Uhr, Telefon: 0800 22 55 300 Opferberatung für Betroffene von Gewalt- und Sexualstraftaten, Telefon: 0331 280 2725 Opferschutzbeauftragte der Polizei, Telefon: 0331 5508 1084 Elterntelefon, Montag bis Freitag 9 bis 11 Uhr, Dienstag und Donnerstag 17 bis 19 Uhr, Telefon: 0800 111 0550 „Nummer gegen Kummer“ für Kinder und Jugendliche, Montag bis Samstag 14 bis 20 Uhr, kostenfrei, Telefon: 116 111 Online-Beratung für Jugendliche, www.save-me-online.de

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News veröffentlicht am 22.04.2020

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