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Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet / Bericht Robert-Koch-Institut ausgewertet Pressekonferenz zu Corona am 27. März 2020. Foto Landeshauptstadt Potsdam/ Robert Schnabel Die Landeshauptstadt Potsdam hat nach Vorlage aller ausgewerteten Meldedaten Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Personen im Klinikum Ernst von Bergmann eingeleitet. „Nach den uns vorliegenden Daten gab es eine Verletzung ärztlicher Meldepflichten seitens des Klinikums an das Gesundheitsamt. Wir haben daher am Montag Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen drei Personen im Klinikum eröffnet und den betreffenden Personen die Möglichkeit gegeben, im Rahmen einer Anhörung dazu Stellung zu nehmen“, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert. Heute sind auch Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Geschäftsführung eingeleitet worden. Alle Verfahren werden der Staatsanwaltschaft zur Prüfung übergeben. Sie wird prüfen, ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt. Wenn nicht, wird das Ordnungswidrigkeitsverfahren durch die Landeshauptstadt fortgesetzt. Die Landeshauptstadt hat weiterhin am heutigen Dienstag gegenüber dem Klinikum eine Anordnung erlassen. Darin sind die vom Robert-Koch-Institut an das Gesundheitsamt übermittelten Handlungsoptionen und -empfehlungen für das Klinikum festgelegt. „Wir hatten in den vergangenen Tagen angekündigt, den Bericht der Experten des Robert Koch-Institutes zu prüfen und die Empfehlungen umzusetzen. Dies haben wir gestern und heute getan“, sagt Mike Schubert. Zur Umsetzung der Empfehlungen des Robert Koch-Institutes erhält das Klinikum Ernst von Bergmann externe Beratung. Dazu hat es bereits erste Gespräche zwischen der Beigeordneten für Gesundheit, Brigitte Meier, und der Klinikums-Geschäftsführung gegeben. Die Berater sollen das Klinikum unter anderem beim Eindämmungsmanagement in einen coronavirusfreien Bereich und einen Bereich für Patienten mit dem Coronavirus unterstützen sowie in den Bereichen Patientenmanagement und Mitarbeitendenmanagement. Anfang vergangener Woche wurde das Robert Koch-Institut (RKI) um Amtshilfe gebeten, um Handlungsoptionen für das weitere Management der Lage am Klinikum unter Berücksichtigung der lokalen Begebenheiten und des Versorgungsauftrages aufzuzeigen. Nach Vorgesprächen in der vergangenen Woche haben am Freitag drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RKI das Klinikum besucht und in einem Abschlussbericht am Montagnachmitttag ihre Empfehlungen an das Gesundheitsamt übermittelt. In dem fünfseitigen Papier werden nach einer Beschreibung des Ist-Zustandes zahlreiche Handlungsoptionen und -empfehlungen gegeben, die nun durch das Klinikum umgesetzt werden sollen. „Das Gesundheitsamt hat das Klinikum per Bescheid heute schriftlich unter anderem zu folgenden Punkten angewiesen: So müssen unverzügliche und vollständige Meldungen der Befunde an das Gesundheitsamt erfolgen. Das Klinikum muss die vollständige Testung aller Patienten und Mitarbeitenden in allen Kliniken des EvB, also in Bad Belzig und Forst sowie im Standort an der Aue durchführen. Und es muss alle früheren Patienten ermitteln, die zwischen dem 13. und 27. März in Alten- und Pflegeheime verlegt worden sind, um sie auf Sars-Cov-2 zu testen“, sagt Brigitte Meier, zuständige Beigeordnete für Gesundheit und Leiterin des Verwaltungs-Krisenstabes. Weitere Empfehlungen des RKI sind unter anderem, eine im Ausbruchsmanagement kompetente Person in den Krisenstab des Klinikums zu integrieren, rasch eigene Testkapazitäten im hauseigenen Labor zu schaffen sowie die strikte räumliche und personelle Trennung von Bereichen von Patienten mit Coronavirus-Infektionen und Bereichen ohne Infektionen. Dazu sollten Wege von Personal und Patienten im Haus nochmals genau geprüft werden. Im Klinikum Ernst von Bergmann sind aktuell 88 Menschen mit Coronavirus-Infektionen in stationärer Behandlung. Davon befinden sich 14 Patienten auf der Covid-Intensivstation, von denen elf beatmet werden. 21 Patienten des Hauses, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind in den vergangenen Tagen gestorben. Informationen zum Coronavirus

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News veröffentlicht am 07.04.2020

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