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Sozialbeigeordnete und Gleichstellungsbeauftrage hissen Fahne vor dem Rathaus Potsdam Brigitte Meier und Martina Trauth (3. und 4. v. links) hissen die Fahne TERRES DES FEMMES vor dem Potsdamer Rathaus. (© Christine Homann) Martine Trauth eröffnet die Ausstellung „rosaROT“ im Rathaus Potsdam. (© Christine Homann) Am 25. November 2019 findet alljährlich der von den Vereinten Nationen deklarierte Internationale Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen statt. Aus diesem Anlass hissen die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Potsdam, Martina Trauth und die Sozialbeigeordnete Brigitte Meier heute gemeinsam mit den Mitgliedern des städtischen Arbeitskreises Opferschutz und dem Potsdamer Frauenzentrum die TERRES DES FEMMES- Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ vor dem Potsdamer Stadthaus. Die Sozialbeigeordnete Brigitte Meier sagt anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen: „In Deutschland findet Gewalt gegen Frauen vor allem in häuslicher Gemeinschaft, aber leider auch am Arbeitsplatz statt. Deswegen brauchen wir mehr und differenziertere Angebote für Mädchen und Frauen, die Gewalt erlebt haben.“ „Über Gewalt gegen Frauen kann man nicht reden, ohne gesellschaftliche Ungleichgewichte zu benennen. Denn es sind gleiche Möglichkeiten für Frauen im Berufsleben und in der Gesellschaft, die ihre Unabhängigkeit stärken“, sagt Martina Trauth. Deswegen lautet die Botschaft der Gleichstellungsbeauftragten zum heutigen Tag: „Eine Gesellschaft ist stark, wenn Frauen und Männer gleichberechtigt sind. Und für Gleichberechtigung müssen Männer und Frauen gemeinsam kämpfen!“ Laut Schätzungen der Opferberatung Potsdam gehen in Potsdam nur acht Prozent der Vergewaltigungsopfer zur Polizei. In Potsdam war das laut Kriminalstatistik im vergangenen Jahr 19 Mal der Fall. Seit fünf Jahren bietet die Opferberatung gemeinsam mit dem städtischen Klinikum Ernst-von Bergmann Opfern einer Vergewaltigung eine medizinische Soforthilfe und vertrauliche Spurensicherung an. „Dieses Angebot ist nach wie vor zu wenig bekannt und braucht viel mehr Öffentlichkeitsarbeit, für die es aber leider auch keine ausreichende öffentliche Finanzierung gibt, was aber in Anbetracht der Zahlen zu den Verurteilungen bei Vergewaltigung zwingend notwendig ist“, so Trauth. Hintergrund für die Entstehung des Aktionstags war die Verschleppung, Vergewaltigung und Ermordung von drei Frauen im Jahr 1960 in der Dominikanischen Republik durch Soldaten des ehemaligen Diktators Trujillo. Seit dem 25. November 1981 wird weltweit durch Aktionen, Veranstaltungen und Tagungen von Frauenprojekten und Initiativen, aber auch von staatlicher Seite zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen. Anschließend an die Flaggenhissung wird um 10:30 Uhr die Ausstellung „rosaROT“ des Netzwerkes der brandenburgischen Frauenhäuser e. V. über das Thema häusliche Gewalt gegen Frauen im Foyer des Rathauses beim Bürgerservice (Haupteingang) feierlich eröffnet. Die Ausstellung bietet Gelegenheit, über das Thema häusliche Gewalt in unserer Gesellschaft zu reflektieren, wovon mittlerweile jede vierte Frau in Deutschland betroffen ist. Und sie zeigt außerdem auf, dass wir doch etwas dagegen tun können. Weitere Informationen zur der Kampagne „rosaROT“ finden Sie hier: https://www.nbfev.de/rosarot-kampagne/.   Die Ausstellung kann vom 25. November bis zum 6. Dezember 2019 im Foyer des Rathauses besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

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News veröffentlicht am 25.11.2019

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