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Baumeister Biber hautnah (© Naturkundemuseum Potsdam, Foto: D. Marschalsky) Am Dienstag, 6. November, ist von 14.30 Uhr bis 16 Uhr der Baumeister Biber in der „Grünen Stunde für Erwachsene“ im Naturkundemuseum Potsdam ein Thema. Von Säugetierkustodin Dr. Ina Pokorny lernen Veranstaltungsgäste das erstaunliche Leben der der Biber Brandenburgs kennen. In der Veranstaltung mit anschließender Kurzführung durch das Museum wird das Leben und die Geschichte der Biber in Brandenburg näher beleuchtet. Denn Biber sind wahre Landschaftsarchitekten: Die fleißigen Nager bauen nicht nur ihre eigenen Burgen, sondern errichten auch Dämme, um den Wasserstand in ihrem Wohngewässer konstant zu halten. Biber wurden früher stark bejagt. Nicht wegen ihrer Bautätigkeiten, sondern wegen ihres Fells, Fleisches und eines Drüsensektrets, dem Bibergeil, welches als Heilmittel galt. Im 18. Jahrhunderts waren Biber in Preußen so selten, dass schon 1707 König Friedrich I. den Schutz der „am Elb-Strohm sich aufhaltenden Bieber“ verordnete. Doch führten spätere Bejagung und die Entwässerung und Verbauung der Flüsse zum Verschwinden des Bibers. In Deutschland überlebten Biber nur an der Mittleren Elbe, wo Schutzmaßnahmen nach dem Zweiten Weltkrieg zur Stabilisierung und Zunahme des Bestandes führten. Über 500 Tiere wurden im Elbegebiet über Jahrzehnte gefangen und europaweit zur Wiederansiedlung verschickt. In Brandenburg leben heute wieder etwa 3.500 Biber. An Flüssen und Seen bauen sie ihre Burgen und ziehen ihre Jungtiere groß. Dabei bevorzugen sie natürliche Bäche, Flüsse und Seen, besiedeln aber auch veränderte oder künstliche Gewässer. Vor allem an Schutzdeichen, im Agrarland oder in Städten sorgen ihre Bauten jedoch für Probleme. Biber sind streng geschützt und dürfen nur in Ausnahmen zur akuten Gefahrenabwehr gefangen oder getötet werden. Meist lassen sich Probleme mit dem Biber einfach lösen, indem man ihm einen Uferstreifen zum Leben zugesteht. Besuchende der Veranstaltungsreihe „Grüne Stunde für Erwachsene“ können ihr naturkundliches Wissen auffrischen, Neues erfahren und den Mitarbeitenden des Museums in angenehmer Atmosphäre Fragen stellen. Der Teilnahmebeitrag beträgt 6,50 Euro und enthält den Museumseintritt, warme und kalte Getränke sowie Kekse. Eine Besichtigung der verschiedenen Ausstellungen im Naturkundemuseum Potsdam ist für die Teilnehmenden vor oder nach der Veranstaltung möglich. Interessenten können sich im Naturkundemuseum Potsdam telefonisch unter 0331 289 6707 anmelden. Das Naturkundemuseum Potsdam, Breite Straße 13, ist mit dem Bus 606 (Haltestelle „Naturkundemuseum“) gut erreichbar. Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr, jeden 1. Montag im Monat von 9 bis 17 Uhr mit ermäßigtem Eintritt

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News veröffentlicht am 01.11.2018

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