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Landeshauptstadt Potsdam – Von der preußischen Residenzstadt zum einmaligen Kultur- und Forschungsstandort Einst war Potsdam lediglich eine kleine Siedlung slawischen Ursprungs, heute eine moderne und stetig wachsende Landeshauptstadt mit großer Geschichte. Erstmals wird Potsdam als Poztupimi in einer Schenkungsurkunde des späteren Kaisers Otto III. erwähnt. Der kleine Ort wird 1640 von Kurfürst Friedrich Wilhelm als Residenzstadt auserkoren und daraufhin wenig später das Stadtschloss errichtet. Später kamen vertriebene Hugenotten nach Potsdam, im 18. Jahrhundert auch als gute Handwerker bekannte Holländer. Denn der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. erweiterte die Stadt baulich um mehrere Siedlungen und Sakralbauten wie die Garnisonskirche. Friedrich II. machte schließlich aus der militärisch-geprägten Stadt eine Residenzstadt, die mit ihren Prachtbauten wie dem Schloss Sanssouci auch Persönlichkeiten wie den Franzosen Voltaire anlockte. Preußenkönig Friedrich der Große war es auch, der die böhmische Weber- und Spinnerkolonie Nowawes anlegen ließ, das spätere Babelsberg. Unter der Regierung Königs Friedrich Wilhelm IV. sowie der Kaiser Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II. blühte die Stadt weiter auf. Der Hof, das Militär sowie Behörden und zunehmend auch Wissenschaft und Forschung prägten die Stadt. 1933 gab es den unheilvollen Tag von Potsdam, an dem ein Bündnis zwischen dem militärischen Preußen und dem faschistischen Deutschland geschlossen wurde. Im Laufe des folgenden 2. Weltkriegs wurde Potsdam schwer beschädigt. Die Potsdamer Konferenz der Alliierten Kräfte gegen den Nationalsozialismus vom Sommer 1945 ging ebenfalls in die Geschichte ein. Zu DDR-Zeiten fanden sowohl Wiederaufbau- als auch Abrissmaßnahmen statt, denen beispielsweise die Ruinen des Stadtschlosses und der Garnisonskirche zum Opfer fielen. Nach der Wende folgten wiederum Restaurierungsmaßnahmen und die UNESCO stellte weite Teile der historischen Stadtanlagen unter den Schutz des Weltkulturerbes. Und auch die „Filmstadt“ Babelsberg blühte wieder auf. Nach der Umwandlung der Ufa in die DEFA durch die sozialistische Diktatur und dem Zusammenbruch nach 1990 ist Babelsberg nun zu einer der Adressen der internationalen und nationalen Filmindustrie geworden. Heute ist Potsdam wieder ein Ort zum Wohlfühlen, der vor allem auch durch seinen günstigen Standort vor den Toren Berlins und den zahlreichen wissenschaftlichen Institutionen wie den Hochschulen oder Forschungseinrichtungen profitiert.

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Artikel veröffentlicht am 22.10.2018

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