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Flyer für das 1. Halbjahr 2020 liegt vor Wegmarken Potsdamer Demokratie (Gestaltung: Andreas Faika) Im Kontext der Veranstaltungen zum 1025. Geburtstag Potsdams hat sich im Jahr 2017 eine Arbeitsgruppe formiert, die Veranstaltungen zu wichtigen historischen Zäsuren organisierte. Die unterschiedlichen Formate – Führungen, Podiumsdiskussionen, Lesungen – wurden unter dem Titel „Wegmarken Potsdamer Demokratie“ zusammengefasst und kommuniziert. Diese Kooperation bewirkte, dass die Veranstaltungen intensiver kommuniziert werden konnten und eine positive öffentliche Resonanz erfuhren. Für das Jahr 2020 hat sich die Gruppe, bestehend aus •    Evangelischer Kirchenkreis Potsdam •    Französisch-Reformierte Gemeinde in Potsdam •    Landeshauptstadt Potsdam •    Neues Potsdamer Toleranzedikt e. V. •    proWissen Potsdam e. V. •    Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam •    Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße •    Verein zur Förderung antimilitaristischer Traditionen in der Stadt Potsdam e. V. wiederum zusammengefunden und die Angebote abgestimmt. Das Ergebnis liegt jetzt in Form eines Faltblattes vor, das im Internet (potsdam.de/wegmarken-potsdamer-demokratie) abrufbar und ab Freitag, 17. Januar 2020, auch in der Printversion erhältlich ist. Dabei wurde der inhaltliche Fokus im Jahr 2020 erweitert. Die Geschichte Potsdams ist mit Ereignissen verbunden, die nicht nur regionale, sondern sogar nationale und internationale Zäsuren markieren. Potsdam stand in den vergangenen 350 Jahren häufig im Fokus deutscher und europäischer Geschichte: Als Residenzstadt der brandenburgischen Kurfürsten, preußischen Könige und deutschen Kaiser, als Garnisonstadt und militärisches Zentrum der Großmacht Preußen sowie neben Berlin als sichtbarer Ort der Teilung Deutschlands und Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Nicht nur die Schlesischen Kriege im 18. Jahrhundert, die Befreiungskriege gegen Napoleon und die Reichseinigungskriege im 19. Jahrhundert hinterließen Spuren in Potsdam. Das Bild unserer Stadt beeinflussten vor allem die Unterzeichnung der Mobilmachung durch Kaiser Wilhelm II. im Neuen Palais und der damit verbundene Eintritt des Deutschen Kaiserreichs in den Ersten Weltkrieg, der „Tag von Potsdam“ am 21. März 1933, die Zerstörung der Potsdamer Innenstadt durch Bombenangriffe im April 1945 und die nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 im Schloss Cecilienhof durchgeführte Potsdamer Konferenz mit der dort beschlossenen Neuordnung Deutschlands und Europas. Der während dieser Konferenz von US-Präsident Harry S. Truman unterzeichnete Befehl zum Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki beendete den Zweiten Weltkrieg im asiatisch-pazifischen Raum, läutete aber zugleich den Beginn des Atomzeitalters und den aufziehenden Kalten Krieg ein. Doch nicht nur Politik und Militär bestimmten die Geschichte der Stadt, sondern auch Kunst, Kultur und Technik. Hier unterzeichnete der Große Kurfürst 1685 das berühmte Toleranzedikt, das den verfolgten Hugenotten eine Zuflucht bot. Von deren handwerklichen Fertigkeiten profitierten die Stadt und das ganze Land. Noch enger aneinander rückten Berlin und Potsdam durch die 1838 eröffnete erste Eisenbahnlinie Preußens. In Potsdam entwickelten sich die ersten Eisenbahnwerkstätten im Königreich. In den nachfolgenden Jahrzenten gelang die erste drahtlose Telegrafie, auf dem Telegrafenberg wurden Studien zur Astronomie, Seismologie und Geodäsie durchgeführt, und seit 1911 beherbergt Babelsberg das erste Großatelier-Filmstudio der Welt. Auch die Bildung Groß-Berlins 1920 und vor allem der Bau der Berliner Mauer 1961 haben weitreichende Spuren in der Potsdamer Kulturlandschaft hinterlassen. Im Gedächtnis sind die Agentenaustausche auf der Glienicker Brücke ebenso wie die Öffnung dieses symbolträchtigen Bauwerks als Ergebnis der Friedlichen Revolution im November 1989. Mit der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten am 3. Oktober 1990 wurde Potsdam zur Hauptstadt des neuen Bundeslandes Brandenburg. Im 30. Jahr der Wiedervereinigung sind das Land Brandenburg und seine Landeshauptstadt Gastgeber der zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit. Die Veranstaltungsreihe „Wegmarken Potsdamer Demokratie – Zäsuren deutscher Geschichte“ beleuchtet 2020 vor allem die wichtigen 75. Jahrestage zum Kriegsende, der Potsdamer Konferenz und der Atombombeneinsätze, aber auch den 335. Jahrestag des berühmten Toleranzediktes sowie den 30. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands und der damit verbundenen Neubildung des Landes Brandenburg mit Potsdam als Landeshauptstadt. Spätestens Ende Mai erscheint die Übersicht für das 2. Halbjahr 2020.

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News veröffentlicht am 20.01.2020

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