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Zur zweiten Konferenz zum Thema „Inklusion im und durch Sport in der Landeshauptstadt Potsdam“ haben am Mittwochabend der Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Christoph Richter, und der Bereich Familie, Freizeit und Sport der Landeshauptstadt Potsdam gemeinsam eingeladen. 40 Teilnehmende kamen dazu ins Bildungsforum, darunter Mitglieder des Beirates für Menschen mit Behinderung, des Stadtsportbundes Potsdam, Potsdamer Sportvereine, von Vereinen von Menschen mit Behinderungen sowie der Universität Potsdam, die das Thema und die Diskussion fachlich und wissenschaftlich begleitet. In der Konferenz berichteten verschiedene Akteure von Potsdamer Sportvereinen, Stadtsportbund, Landessportbund Brandenburg sowie die Landeshauptstadt Potsdam über ihre derzeitigen Bemühungen und Aktivitäten zu inklusiven Sportangeboten. Die anschließende Diskussion über die nötige Weiterentwicklung inklusiver Sportangebote wurde durch die Werkstadt für Beteiligung moderiert. Ein Ergebnis: In Potsdam bedarf es regelmäßiger Informationen und eines weiteren Austauschs über die Sportförderung, Best-Practice Beispiele und zu einer barrierefreien Ansprache. Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland verpflichtet, Menschen mit Behinderungen die gleichberechtigte Teilhabe am Sport und Sportereignissen zu ermöglichen. Derzeit aber nehmen Männer, Frauen und Kinder mit Behinderungen Sportangebote weniger wahr als Menschen ohne Behinderungen. „Vor dem Hintergrund des zehnjährigen Jubiläums der UN-Behindertenrechtskonvention ist die Landeshauptstadt Potsdam sich ihrer Verantwortung bewusst und möchte sich daher zukünftig stärker in diesem Themenfeld engagieren. Neben der finanziellen Unterstützung und Beratung der Sportvereine, tritt die Landeshauptstadt Potsdam dabei mit den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren - Sportorganisationen, Sportvereine, Verwaltung, Universität Potsdam - in den Dialog, um gemeinsam die Entwicklung von inklusiven Sportangeboten und deren Bereitstellung voranzutreiben“, sagt der Beauftrage für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Potsdam, Christoph Richter. „Besonders der Breitensport bietet die Möglichkeit, dass Menschen mit und ohne Behinderungen spielerisch miteinander in Kontakt kommen. Seine Angebote sollten dazu beitragen, die gleichberechtigte Teilhabe am Sport und damit eine inklusive Gesellschaft in der Landeshauptstadt Potsdam zu fördern“, so Richter weiter. „Ziel des Stadtsportbundes ist es, mehr Sportvereine dafür zu gewinnen, ihre Möglichkeiten für die Aufnahme von Menschen mit Behinderungen auszuloten und dann die Inklusionsbestrebungen umzusetzen. Der Stadtsportbund hilft dabei, durch eine umfangreiche Beratung bei der Antragsstellung und Abrechnung von Fördermitteln für Projekte, Maßnahmen und sportorientierte Initiativen, durch die Vermittlung an Vereine und die Erläuterung von eventuellen Besonderheiten der Sportvereine“, so Dr. Lutz Henrich vom Stadtsportbund Potsdam. „Wenn es um die Teilhabe an Sport und Bewegung geht, gilt die Aussage umso mehr, dass man nicht behindert ist, sondern nur behindert wird. Als Vertreter der Universität sehen wir uns hier in einer gesellschaftlichen Verantwortung und möchten den Prozess der Entwicklung und Bereitstellung hochwertiger inklusiver Sport- und Bewegungsangebote begleiten und mitgestalten“ sagt Prof. Dr. Erin Gerlach von der Sportdidaktik der Universität Potsdam, der die Bestrebungen der Landeshauptstadt unterstützt. „Langfristig gesehen sollen die aktuellen Aktivitäten zwischen den verschiedenen Interessenvertretern verstetigt werden, sodass sich ein nachhaltig valides Netzwerk herausbilden kann“, ergänzt Torsten Gessner, Bereichsleiter Familie, Freizeit und Sport.

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News veröffentlicht am 31.01.2019

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