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Biosphäre soll im Kern als Tropenhalle erhalten und zum „Biosphäre 2.0“ weiterentwickelt werden V.l.n.r.: Andreas Klemund, Kieran Stanley, Mike Schubert, Bernd Rubelt und Bert Nicke nach dem Workshop in der Biosphäre. Foto Landeshauptstadt Potsdam/ Markus Klier Das Werkstattverfahren zur Zukunft der Biosphäre hat mit der heutigen Präsentation des Konzeptes „Biosphäre 2.0“ einen Abschluss gefunden. Im Beisein des Potsdamer Oberbürgermeisters, Mike Schubert, des Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, Bernd Rubelt, des Geschäftsführers der Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH, Bert Nicke, und des Geschäftsführers der Luftschiffhafen Potsdam GmbH, Andreas Klemund, wurde die von dan pearlman Erlebnisarchitektur im Rahmen der vergangenen Workshops entwickelte Konzeptstudie vorgestellt und durch die Mitglieder der interfraktionellen Steuerungsgruppe bestätigt. Das Verfahren wurde auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 5. Juli 2017 initiiert, um Konzepte für die Nachnutzung der Biosphäre zu entwickeln. „Mit der vorliegenden Konzeptstudie wurde eine Grundidee entwickelt, der zufolge die Biosphäre durch die konsequente Weiterentwicklung und Ergänzung der Angebote erhalten werden und als ‚Biosphäre 2.0‘ zu einer überregional bekannten Marke transformiert werden kann, die sich in das Gefüge der vielen naturwissenschaftlichen Einrichtungen unserer Stadt integriert“, erklärt Oberbürgermeister Mike Schubert. „Die Bestätigung dieser Grundidee durch die interfraktionelle Steuerungsgruppe ist einerseits ein Zeichen für die hohe Qualität des entwickelten Konzeptes und andererseits ein wichtiges Signal für die Unterstützung des Vorhabens durch die politischen Akteure der Stadt“, ergänzt Schubert. „Die Konzeptstudie zeigt auf, wie das bestehende Potenzial der Biosphäre optimiert, die inhaltliche Ausrichtung geschärft und die Marke aufgeladen werden kann. Mit der Entwicklung zu einem vielseitigen Lern- und Erlebnisraum für die Themen Biodiversität und Klima kann die Biosphäre jedoch nicht nur eine Strahlkraft über die Grenzen der Stadt hinaus entwickeln, sondern unter Einbeziehung des direkten Umfeldes, beispielsweise mit der Einrichtung von Urban Gardening Flächen in den Außenbereichen, auch für das Quartier selbst zu einem wichtigen Bezugspunkt werden“, erläutert Bert Nicke, Geschäftsführer der Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH. Die Konzeptstudie sieht eine umfangreiche Ergänzung der bestehenden Angebote vor. So sollen neben dem Tropenwald künftig weitere Klimazonen des Planeten, beispielsweise die Wüste oder der Ozean, für die Besucher erlebbar sein und damit die Themen Biodiversität und Klimawandel in den Vordergrund gerückt und unter naturdidaktischen Aspekten beleuchtet werden. Die Biosphäre soll sich damit noch stärker als „Biosphäre 2.0“ und außerschulischer Lernort etablieren und vor allem den Einfluss des Menschen auf Flora, Fauna und Klima im neuen Zeitalter des „Anthroprozäns“ darstellen. In diesem Zusammenhang werden Kooperationen mit herausragenden wissenschaftlichen Institutionen in Potsdam, beispielsweise dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), dem Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS), dem Alfred-Wegener-Institut Potsdam sowie dem GFZ Helmholtz-Zentrum Potsdam, angestrebt. Ein weiterer Bestandteil des Konzeptes ist die Entwicklung von Außenbereichen der Biosphäre, die in Teilen auch für die Bewohner des Quartiers zugänglich sein sollen. Dazu gehört beispielsweise die Schaffung von Urban Gardening-Flächen sowie gastronomischer Einrichtungen. Zur Stärkung der „Destination Volkspark und Biosphäre“ soll in unmittelbarer Umgebung zudem ein Hotelstandort geschaffen werden, dessen Fokus insbesondere auf dem Angebot von Tagungen liegen soll. Ein integrierter Wellnessbereich soll auch für Anwohner nutzbar sein und dem Quartier so einen unmittelbaren Mehrwert bieten. Gemäß der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Grobkonzeptes liegt das Gesamtinvestitionsvolumen zunächst bei rund 17,3 Millionen Euro. Im nächsten Schritt soll die Konzeptidee in den politischen Raum gebracht werden, um im Nachgang die Konzeptstudie zu untersetzen und ein Umsetzungskonzept mitsamt Betreiber- und Finanzierungsmodell zu erarbeiten. Dann gilt es auch zu prüfen, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe Fördermittel zur Mitfinanzierung des Projektes eingeworben werden können und wie eine konkrete Zusammenarbeit zwischen den wissenschaftlichen Institutionen in der Landeshauptstadt und der Biosphäre gestaltet werden kann.

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News veröffentlicht am 01.02.2019

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