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Exposition bietet faszinierende Einblicke in das Innere der Fische Dr. Jobst Pfaender gibt im Naturkundemuseum Potsdam faszinierende Einblicke in die Welt der Fische. Foto Landeshauptstadt Potsdam/ Christine Homann Die Sonderausstellung „Insightfish“ eröffnet am 13. April, um 14 Uhr, mit einem Grußwort von der Beigeordneten für Bildung, Kultur, Jugend und Sport der Landeshauptstadt Potsdam, Noosha Aubel. Bis zum 29. März 2020 können Besuchende faszinierende Einblicke in die Welt der Fische erleben. Die durchsichtigen Fische mit ihren eingefärbten Skeletten werden als Original-Fischpräparate gezeigt und mit den davon angefertigten großformatigen Fotografien in Lichtrahmen präsentiert. Dadurch kommen die faszinierenden Details ihres Inneren gut zur Geltung und verbinden Wissenschaft mit Ästhetik. Die Ausstellung wurde erstmals im April 2017 im Phyletischen Museum der Friedrich-Schiller-Universität in Jena eröffnet. Anschließend wurde „Insightfish“ bis Oktober 2018 im Deutschen Meeresmuseum in Stralsund gezeigt. „Ich freue mich sehr, dass die Ausstellung nun im Naturkundemuseum Potsdam gezeigt wird. Ich habe selbst jahrelang an Fischen in Südost-Asien geforscht und freue mich, dass ein Forschungsthema so gut aufbereitet wurde, dass es auch fachfremde Besuchende fasziniert. Mit dem aquatischen Schwerpunkt des Museums auf heimische Wasserwesen ergänzt die Ausstellung hervorragend überregionale Aspekte“,  sagt der Direktor des Naturkundemuseums, Dr. Jobst Pfaender. In den Ozeanen, Seen, Flüssen und Meeren der Erde leben etwa 30 000 verschiedene Fischarten. Sie leben auch bei Wassertemperaturen unter dem Gefrierpunkt oder in heißen Quellen über 40 Grad. Ihre unglaubliche Lebensweise und Formenvielfalt machen Fische zu spannenden Objekten der Wissenschaft. Die Ausstellung und das dazugehörige Forschungsprojekt wurden von zwei Wissenschaftlern des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund initiiert. Dr. Timo Moritz und Philipp Thieme studierten anhand der Objekte beispielsweise Verwandtschaftsverhältnisse zwischen einzelnen Fischarten, da diese unter anderem an Skelettmerkmalen erkennbar sind. Die Forschenden nutzen verschiedene Methoden, um in das Innere von kleinen und großen Fischen zu blicken: vom Röntgen über das Skelettieren bis hin zu moderner Mikroskopie. Dr. Timo Moritz vom Deutschen Meeresmuseum in Stralsund erklärt, wie die in der Ausstellung gezeigten Präparate entstanden sind: „Mithilfe von Enzymen und Chemikalien wurden die Fische zunächst durchsichtig gemacht, anschließend wurden die Fischskelette eingefärbt: Knochen werden rot und Knorpel blau.“ Dieses Verfahren wird als Aufhelltechnik bezeichnet und ergibt einen einzigartigen, lehrreichen und oftmals überraschenden Einblick in das Innere der Fische. „Damit das Skelett besser zu sehen ist, wurden manchen Fischen die Schuppen sorgfältig entfernt. Als wir die farbigen Skelettmerkmale untersuchten, fiel uns auch die Schönheit und Ästhetik der einzelnen Strukturen auf. So entstand die Ausstellung zu „Insightfish“, die auch zeigt, mit welchen Methoden wir als Wissenschaftler arbeiten“ ergänzt Dr. Timo Moritz. Besuchende erfahren in der Ausstellung, wie die Aufhellpräparate hergestellt werden und was man an ihnen erkennen kann. Ebenso wird die Vielfalt von Flossen, Schuppen oder Zähnen erklärt. Anhand der Schuppenform können Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen beispielsweise erkennen, zu welcher Art ein Fisch gehört, wie alt er ist oder wie er lebt. Neben den Aufhellpräparaten werden auch originale Fischskelette ausgestellt: Großer Barrakuda, Grauer Drückerfisch oder Fächerfisch. Das Besondere an diesen Exponaten ist die intensive Puzzlearbeit, die sich dahinter verbirgt. Zur Eröffnung der Ausstellung am 13. April um 14 Uhr begrüßt der Direktor des Museums Dr. Jobst Pfaender die Gäste. Nach einem Grußwort von Noosha Aubel, der Beigeordneten für Bildung, Kultur, Jugend und Sport der Landeshauptstadt Potsdam geht es in die Ausstellung. Dort führen der Direktor und der Kurator der Ausstellung Dr. Timo Moritz, die Gäste von Fisch zu Fisch. Anschließend wird in einem spannenden Kurzvortrag vom Doktoranden und Co-Kurator Philipp Thieme über die Faszination durchsichtiger Fische referiert. Gefördert wurde das Projekt „Insightfish“ von der Volkswagen Stiftung. Der gleichnamige Ausstellungskatalog sowie Postkarten und weitere Artikel werden im Museumsshop verkauft.

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News veröffentlicht am 09.04.2019

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