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Der Verein Potsdamer Stadtschloss e.V. hat die Figuren von Theseus und Ariadne nach fast 60 Jahren wieder an ihren alten Standorten auf dem heutigen Landtagsgebäude aufstellen lassen. (© Robert Schnabel) Andrea Behrendt, Leiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde, hält ein Grußwort anlässlich der Wiederaufstellung der beiden Attikafiguren. (© Robert Schnabel) Die zwei Attikafiguren Theseus und Ariadne sind nach fast 60 Jahren wieder an ihren ursprünglichen Standorten. (© Robert Schnabel) Der Skulpturenschmuck des Landtages in der Potsdamer Mitte ist heute um zwei Figuren ergänzt worden. Die beiden barocken Bildhauerwerke „Theseus“ und „Ariadne“ stehen nun lagegetreu auf der Attika des ehemaligen Theaterbaus, dem heutigen nordöstlichen Kopfbau des Landtags Brandenburg. Die auf Fernwirkung angeordneten Vasen und Attikafiguren waren ein wichtiger architektonischer Bestandteil der Fassaden des königlichen Stadtschlosses in Potsdam. Diese sind unter König Friedrich II um 1750 in hoher bildhauerischer Qualität gefertigt worden. Sie betonten nicht nur die hervortretenden architektonisch reichhaltiger gestalteten Baukörper des Schlosses, sondern sie schmückten die Attika mit einem umfangreichen Skulpturenprogramm aus der antiken griechischen Sagen- und Götterwelt. Das Ensemble von 76 Figuren war beim Luftangriff auf Potsdam 1945 und bei der Sprengung der Schlossruine 1959/60 zum großen Teil zerstört worden. Mit dem Landtagsbeschluss von 2005 entschied man sich für die Wiedergewinnung des Potsdamer Stadtschlosses in seinem historischen Erscheinungsbild als Erinnerungsarchitektur. Die lagegetreue Wiederaufstellung der Vasen und Skulpturen auf der Attika des Landtagsgebäudes als originales geborgenes Bildhauerwerk oder als Kopie vervollständigen nach und nach dieses wichtige ehemalige Dokument barocker Baukultur im Herzen Potsdams. Die Wiederaufstellung des gesamten Figurenschmucks ist ein langfristiges Projekt und wird durch bürgerschaftliches Engagement vom Verein Potsdamer Stadtschloss geleistet. „Dem Verein und den Spendern sowie den Bildhauern und Steinrestauratoren der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten gebührt ein großer Dank für die Rückkehr der barocken Originale, denn wir alle profitieren von der wachsenden wieder gewonnenen Aufenthaltsqualität in der Potsdamer Mitte“, sagt die Leiterin des Bereichs Denkmalpflege der Landeshauptstadt Potsdam, Andrea Behrendt.

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News veröffentlicht am 18.06.2019

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