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Verhalten in Schutzgebieten © Naturschutzfonds Brandenburg Verhalten in Schutzgebieten. Foto Landeshauptstadt Potsdam/ Heiko Wahl Bei dem angekündigten heißen Sommerwetter und auch infolge der noch geltenden coronabedingten Einschränkungen ist zu erwarten, dass viele Potsdamer und Potsdamerinnen das Wochenende wieder im Freien und am Wasser verbringen werden. Die Landeshauptstadt Potsdam ruft deshalb alle Besucherinnen und Besucher der Schutz- und Wassergebiete auf, sich dort gegenüber Tieren und Pflanzen schonend und rücksichtsvoll zu verhalten. „Es ist verständlich, dass es aufgrund der hohen Temperaturen viele Potsdamerinnen,  Potsdamer und Gäste der Stadt am Wochenende zum Baden, für wassersportliche oder andere Freizeitaktivitäten in die Natur und an die Gewässer zieht. Es gibt in Potsdam auch zahlreiche Möglichkeiten dafür. Viele Landschaftsräume sind jedoch historische Anlagen oder besondere und geschützte Naturräume. Ich rufe deshalb alle Nutzer dazu auf, dass wir uns gemeinsam achtsam gegenüber Natur und Mensch verhalten. Jeder kann seinen oder ihren Beitrag zum Erhalt von Natur, der besonderen Umgebung und geschützter Umwelt leisten“, sagt Lars Schmäh, kommissarischer Leiter des Fachbereichs Bauaufsicht, Denkmalpflege, Umwelt und Natur. Die wachsende Landeshauptstadt verfügt auf einer großen Fläche über Schutzgebiete der verschiedensten Kategorien, wie Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete und europarechtlich geschützte Gebiete, sogenannte Natura 2000-Gebiete - mehr als die Hälfte des Potsdamer Stadtgebietes liegt in solchen Gebieten. In Abhängigkeit von dem jeweiligen Gebiet ergeben sich neben den allgemeinen Verhaltensregeln auch besondere Bestimmungen, die sich aus den entsprechenden Schutzgebietsverordnungen ableiten. Diese sollen helfen, den Zustand der Natur und die Artenvielfalt zu erhalten. Beispielhaft soll auf das im Norden von Potsdam, zwischen Sacrow und Groß Glienicke, gelegene Naturschutzgebiet „Sacrower See und Königswald“ hingewiesen werden, welches zu allen Jahreszeiten zahlreiche Besucher anzieht. Die Natur ist hier besonders schützenswert, weil der Sacrower See im Vergleich zu anderen Gewässern nur wenig nährstoffreich ist und zudem von weiteren geschützten Lebensräumen, vor allem von vielfältigen, alten Waldbeständen umgeben ist. Wegen der verhältnismäßig geringen Ausdehnung des Sees ist dieser sehr empfindlich und kann nur eine begrenzte Belastung unbeschadet vertragen. Daher dürfen der Uferweg am Sacrower See nicht verlassen und der See generell nicht mit Wasserfahrzeugen jeglicher Art, wie Kajak, Stand-up-Paddle (SUP), Floß etc., befahren werden. Die Landeshauptstadt Potsdam bittet dringend darum, lediglich die drei geduldeten Badestellen am See zu nutzen. Eine Badestelle befindet sich am östlichen Ufer in der Nähe der Ortslage Sacrow, zwei weitere am nördlichen Ufer bei Groß Glienicke. Hier gilt wie überall in einem Naturschutzgebiet, dass das Campen, Lärmen und Feuermachen (Rauchen, Grillen, Lagerfeuer usw.) untersagt sind. Generell sollte die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad erfolgen. Wer nicht auf das Auto verzichten will, findet Parkmöglichkeiten am Schlosspark Sacrow oder innerhalb der Ortslage Groß Glienicke. Das Ordnungsamt und die Polizei werden am Wochenende verstärkt auf die Einhaltung der benannten Regelungen achten und entsprechende Kontrollen durchführen. Aber auch für die anderen Potsdamer Seen und die Havel selbst gilt es beim Baden, bei Bootstouren und anderen wassersportlichen Aktivitäten unbedingt, dies mit Abstand vom Schilfgürtel und ohne das Durchfahren bzw. Durchqueren der Seerosenteppiche zu tun. Auch sollten die Besucherinnen und Besucher möglichst das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, um in die Natur und an die Gewässer zu gelangen.

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News veröffentlicht am 07.08.2020

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